Infobrief Nr. 11

Thema: Die Projektion des Schattens auf die Frauen:
Rache durch Sexualisierung und Unterdrückung

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Liebe Freunde der Geistesschulung,
durch den Kurs wissen wir, dass Wahrnehmung durch Projektion erzeugt wird. Das Wesen der Projektion liegt im Versuch, Sünde, d.h. etwas mich in meinem Inneren Quälendes (Schuld) loswerden zu wollen. Dies setzt voraus, dass wir vorher schon an Sünde geglaubt haben, sie also für wirklich halten: Die Wahnidee der Trennung von Gott – Ich habe mich getrennt von Gott, habe ihn ermordet und so mein körperliches Leben auf seine Kosten bekommen.

Die Lösungsstrategie des Egos: Wir projizieren eine Welt (etwas von unserem Inneren scheinbar Getrenntes), um uns von unserem Schuldgefühl zu befreien. Dann ist das von mir Getrennte, der Andere da draußen, schuldig: Er ist verantwortlich für mein Schuldgefühl. Weil ich mich längst für schuldig halte, will ich einen Schuldigen da draußen erblicken. Ich sehe den Anderen also immer so, wie ich mich selbst sehe. Aber ich fokussiere meinen Geist auf den „bösen Anderen“ da draußen, lenke also meinem inneren Druck nach draußen. Dann verfolge und töte ich (psychologisch bis körperlich) den Anderen und sorge für ein Schuldopfer, das mir Erleichterung bringen soll, das aber zugleich in Wahrheit mein Schuldgefühl noch verstärkt. Das Ego bietet immer eine Lösung an, die das Problem garantiert noch verstärkt und bestätigt: Die Projektion!

In der Dokumentation „Der Jungfrauenwahn“ wird das Frauenbild der muslimischen Männer eingehend untersucht. Die spannendste Stelle kommt gegen Ende des Films: Es reicht die kurze Sequenz ab 1:11:33 (Stunde:Minute:Sekunde), in der Dalil Boubakeur, der Direktor der Grande Mosquèe de Paris, die Hintergründe der Frauenfeindlichkeit im Islam erläutert. Hier seine Worte:

„Laut Psychiatrie bleiben viele Muslime im vor-ödipalen Zustand. Bleiben, bleiben, stopp. Das macht anfällig für all die Neurosen, die Freud beschrieb: Angstneurosen, Paranoia und vor allem Wahnhaftigkeit. Die Wahnvorstellung: Die Frau ist Satan. Meine Erziehung lässt mich nicht verstehen, dass Sie ein Wesen sind wie alle anderen auch. – (Eine Frau interviewt ihn) – Nein, in meiner vor-ödipalen Vorstellung, da ich die Realität der Frauen nicht kenne, projiziere ich darauf alle meine Paranoia. Para-noia, das heisst, dass ich Sie außerhalb Ihrer Realität sehe. Sie werden leiden, weil ich in Ihnen alle Sünden sehe, alle Dramen und Obsessionen. Die Sexualität wird von diesem infantilen Status geprägt sein. Nicht reif, ich werde Sie nicht wie eine Fraus sehen, sondern wie ein Spielzeug, etwas, das meiner Befriedigung dient oder meiner Obsession, meiner Krankheit. Das ist eine kranke Sicht der Frau. Und was die Imame angeht, die sind auf die Sexualität fixiert. Muslime sind nicht schlimmer als die Anderen, sie sind wie die Anderen. Nur ihre Erziehung ist stehengeblieben. Sie ist nur halbfertig.“

Hier der Link zum Film: https://www.zdf.de/filme/das-kleine-fernsehspiel/der-jungfrauenwahn-warum-es-fuer-104.html

Wie bekannt hat das Christentum dieselbe Projektions-Problematik  durchlaufen und tut dies teilweise noch heute. Die Sexualisierung der Frau ist eine Form von Rache an Ihrer körperlichen Andersartigkeit. Dieser bewusst betonte Unterschied ist das Sinnbild der Idee der Trennung und macht es leicht, Rache zu üben: Zum Beispiel durch die Genitalverstümmelung. Was der Mann an der Frau begehrt (ihr rauben möchte: Die „Unschuld“), das hasst er zugleich an ihr, wenn er auf der körperlichen Verständnisebene stecken bleibt. Er sieht die Frau als Räuberin, die ihm etwas gestohlen hat: Die Schönheit, die „Unschuld“. 

Und auch umgekehrt begehren Frauen das Männliche, besonders wenn es um Macht geht. Der „potente“ Mann ist ein Machtmensch, der sich nimmt, wonach ihm gelüstet. Dieser leise Machthunger ist auch der Frau im egomanen Modus nicht fremd: Sie mordet im Stillen und bringt den Mann zu Fall oder räumt Rivalinnen aus dem Weg. Der Egomodus hat nichts mit dem Männlichen oder dem Weiblichen zu tun.

Die magische Vorstellung der realisierbaren Schuldprojektion wirkt wie das reine Opiat: Der rauschhafte Zustand höchster Macht, wenn der Andere unterworfen und geopfert worden ist. Tiefenpsychologisch ist ein jeder Krieg der Versuch, Gott zu entmachten und zu unterwerfen. Das Bild des rächenden und eifernden Gottes ist der Blick in den Ego-Spiegel: Wir sehen nur uns, unseren Eifer, unsere Rachegelüste. 

Wir sind auf dem Weg der Heilung, wenn wir unsere Projektionen zu durchschauen beginnen. Dann wissen wir, was wir dem HEILIGEN GEIST übergeben wollen. ER schaut mit Vergebung, still und ruhig und leuchtet den Irrtum hinweg. ER sieht uns in unserem wahren SEIN. Die Frage ist: Wollen wir alle Anderen und uns selbst auch so sehen?

Mit herzlichen Grüßen,
Reinhard Lier

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KURS-Schüler-Kontaktliste
Immer wieder werde ich gebeten, KURS-SchülerInnen mit Kontaktwunsch auf einer Liste bekannt zu geben: Für den geistigen Austausch, Freizeit oder Wohnprojekte zum Beispiel.
Dazu hier nun meine Email-Adresse für diejenigen, die auf solch eine Liste gesetzt werden wollen. Bitte nenne Deine  Email-Adresse, Vorname, Alter, Wohngebiet. Weiterhin sind ein paar Stichworte des Interesses sicherlich hilfreich.
Dieser Dienst ist kostenlos und steht nur denen zur Verfügung, die auf einer meiner Veranstaltungen waren oder den Infobrief angefordert haben. Ich trage keine Verantwortung für mögliche Folgen dieses Datenaustauschs und bitte um einen sorgsamen, verantwortungsvollen Umgang mit den Daten.
Im Infobrief Nr. 11 /Juli 2019 ist jetzt die erste Version dieser Kontaktliste an die KURS-Schüler verschickt worden. Die Liste wird weiter wachsen und ich hänge sie immer mal wieder an den Infobrief an.
Reinhard Lier
info@lier.de

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Familienaufstellungen und Geistesschulung September 2019
Wochenend-Seminar in Dornbirn:
14.-15. September
Preis Aufsteller: € 230.- /CHF 265.-
Preis Beobachter: € 150.- /CHF 170.- (2 Tage); € 80.- für einen Tag
Anmeldung: info@lier.de; T. 0041(0)71-888 08 04

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