Fragen

 

Indessen ist es die Durchführung der Übungen, die das Ziel des Kurses möglich macht. Ein ungeschulter Geist kann nichts erreichen.

(Ü-Einleitung.1:2-3)

 

Das Werk Ein Kurs in Wundern besteht aus einem Buch, welches 3 Teile umfasst:
1. Das TEXTBUCH, in welchem die geistigen Grundlagen des Kurses genau erläutert werden
2. Das ÜBUNGSBUCH, in welchem die 365 Tageslektionen beschrieben sind
3. Das HANDBUCH FÜR LEHRER, in dem auf einzelne Fragen eingegangen wird.
Daneben gibt es noch die Begriffsbestimmungen, um das hier vorliegende Denksystem anschaulich zu erklären.

Weiterhin gibt es noch ein kleines Buch: Die Ergänzungen zu Ein Kurs in Wundern, welches die Schriften „Psychotherapie: Zweck, Prozess und Praxis“ und „Das Lied des Gebets“ umfasst.

Neben diesen beiden Hauptwerken gibt es eine zahlreiche Sekundärliteratur, insbesondere die Bücher von Kenneth Wapnick, dem Leiter der Foundation for Inner Peace, der mit Helen Schucman, die den Kurs empfangen hat, eng zusammengearbeitet hat.

 

Fragen und Antworten

1. Wie fange ich nun mit dem Kurs in der Praxis an?
Antwort:
Man startet mit den Übungen, immer der durchnummerierten Reihe nach, maximal eine Übung pro Tag. Die jeweilige Übung darf auch mehrere Tage wiederholt werden. Aber bitte nicht wochenlang an ein und derselben Übung arbeiten, wenn man glaubt, sie nicht „richtig“ oder „perfekt“ gemacht zu haben.
Es ist ein wichtiger Teil des Prozesses der Geistesschulung zu erkennen, dass man auch einen grossen Widerstand gegen diese Übungen aufbaut, da sie ja zum Ziel haben, das Ego-Denksystem sanft auszuhebeln, also unser Denken „umzupolen“ in Richtung Heiliger Geist. Insofern ist es nicht schlimm zu erleben, dass man Übungszeiten vergessen hat oder sogar die Tatsache, dass es da eine Übung für den Tag gegeben hat. Man gibt sein Bestes, vergibt sich aber auch selber, wenn man Misserfolge erfährt. Eines ist sicher: Ohne die Übungen hat man den Kurs nicht erfahren.

Neben den Übungen wird das Textbuch und das Handbuch für Lehrer oder die Ergänzungsschrift studiert. Hier muss man nicht alles der Reihe nach lesen. Da es viele spannende Textstellen zu entdecken gibt, darf man auch hin und her springen.

Auch wenn das Studium des Kurses Disziplin, Beharrlichkeit und Ernsthaftigkeit erfordert, sollte man sich nie zum Lesen zwingen, denn ein solcher Druck nährt nur Widerstände und erzeugt Frustration. Manchmal braucht man etwas Abstand, um dann wieder mit neuem Schwung an den Inhalt des Kurses zu gehen. Das Studium wird verschiedenste Gefühle aktivieren, von Begeisterung bis Schwere, Angst und Widerstand, da uns hier eine völlig andere Sicht des Menschseins und der Welt begegnet, als wie wir es gewohnt sind. Dabei sollten wir das Ziel des Kurses im Blickfeld behalten: Innerer Frieden!

 

2. Ich verstehe noch nicht, was ich tun soll, dass Jesus mich führt oder der HL. GEIST. Ich kann besser mit der Vorstellung vom HL. GEIST arbeiten. Wie geht das, diese Führung anzunehmen? Und manchmal leuchtet etwas auf und ich erahne etwas.
Mit den Lektionen habe ich grosse Mühe. bei Lektion 45 soll ich das Unwirkliche hinter mir lassen und nach dem Wirklichen suchen. Ich soll nach meinen wirklichen Gedanken in meinem Geist suchen. Ich habe leider nicht verstanden, was ich tun soll und werde einmal mehr eine Lektion weiter gehen, obwohl ich diese nicht wirklich gelernt habe. Aber ich wäre sonst immer bei Lektion 4 oder 5 und das seit drei Jahren. Soll ich trotzdem weitermachen?

Antwort:
Die Führung GOTTES zu wollen und sie als gegeben zu akzeptieren, das ist ein sehr stiller Prozess. Sammlung ist immer eine gute Grundlage für solche Bewegungen im Geist, Zerstreuung führt in Illusionen. Natürlich ist das für uns innerhalb des Traumgeschehens ein sehr seltsamer Satz: GOTT ist der GEIST, mit dem ich denke.

Für GOTT gibt es nur die EINHEIT mit SEINEM SOHN, der wir, Du und ich und alle Menschen, sind. Wir sind nicht nur gleich vor GOTT, wir sind eins.

Alle Gedanken, die diese EINHEIT oder LIEBE manifestieren, sind Gedanken GOTTES. Zu ihnen sollen wir uns aufmachen, uns für sie öffnen – im Geiste, denn nur der Geist ist wirklich, und unser Geist ruht im GEISTE GOTTES. Dieses Denken GOTTES, all SEINE GEDANKEN, sind nach wie vor in der QUELLE, so wie wir es sind. Wir sind GEDANKEN GOTTES, das ist das GEISTIGE, das allein ist in Ewigkeit.

Mit welchen Vorstellungsbildern oder Symbolen Du arbeitest – ob Jesus, HL. GEIST, das LICHT oder HÖCHSTE oder ein Engel – das ist egal. Der HL. GEIST sieht genau, wie Du es meinst, wie ernst es Dir ist. Die Symbole werden immer richtig übersetzt, sie sind also nur Hilfsmittel, damit in uns eine „geistige Haltung oder Bewegung“ zustande kommen kann. Diese „Bewegung“ ist im Kern unser Ja zur LIEBE. SIE zu meinen und zu wollen, nur darum geht es. Mit diesem Schritt hast Du bereits die Führung durch den HL. GEIST. Nun vertraue, denn im Vertrauen stärkst Du die Verbindung zur QUELLE in Dir.

Du machst die jeweilige Lektion so gut Du kannst. Mehr ist nicht nötig. Du kannst sie wiederholen, aber nicht tagelang, ausser es bringt Dir sehr viel. Unser Üben hat nichts mit Perfektion zu tun, um Perfektion geht es nicht. Also gehst Du dann weiter, im Vertrauen auf die Führung durch den HL. GEIST.

Wenn uns erst klar wird, dass es in unserer geistigen Umnachtung – dem Traum – nur diesen einen guten und wahren Weg gibt, die Führung durch den HL. GEIST zu akzeptieren, dann haben wir einen wichtigen Schritt getan. Die Erkenntnis dieser Notwendigkeit schenkt eine grosse Schubkraft auf dem Weg des Erwachens.

 

3. Was bedeutet in EKIW: „Das Ego verwendet den Körper zum Angriff.“
Was heißt Angriff im Alltag?

Antwort:
Das Ego ist die Idee der Trennung. Um diese wirklich zu machen, hat es Körper projiziert. Die Idee der Trennung ist die Ursünde im Geiste (!), welche uns unerträgliche Schuldgefühle erleben lässt. Alles, was das Ego tut, soll sein Spiel von Trennung-Schuld-Angst und Hass (Angriff!) aufrechterhalten. Nur so können wir uns unsere Individualität und Besonderheit gegenüber den Anderen sichern. Es will uns einen Wert verkaufen, der eigentlich keiner ist, denn wir erleben im Egomodus letztlich nur Stress im ewigen Kampf ums Überleben und Bessersein.

Körper sind offensichtlich das Symbol der Trennung. Unser Bestreben ist es, ständig das quälende Schuldgefühl loswerden zu wollen. Deshalb gibt es Körper, weil man auf sie (scheinbar) die eigene Schuld gut projizieren kann. Wir greifen andere Menschen an (beschuldigen sie), um unsere Schuld auf sie zu laden. Sie sind dann verantwortlich für unser Elend, was uns eine gewisse Genugtuung und Erleichterung verschafft. Aber das hält leider nicht lange vor, denn im Innersten fühlen wir uns nun auch für diesen Angriff schuldig, er verstärkt nur unsere Schuld. Das Ego bietet also immer Lösungen an, die keine sind. Es sagt „Suche, aber finde nicht“.

 

4. Was bedeutet: „Der Körper ist nicht mehr als ein Kommunikationsmittel.“ Wie kann die Kommunikation aussehen?

Antwort:
Körper können nur zwei Zwecken dienen: Entweder der Idee der Trennung oder dem Erlösungsweg der Vergebung (hier geht es zu einem Artikel von Kenneth Wapnick über Vergebung:  http://www.notizen-kurs-in-wundern.net/was-ist-wahre-vergebung). In sich selber sind sie neutral und haben keine Bedeutung, weil sie nur eine Projektion innerhalb des träumenden GOTTESSOHNES sind. Damit dieser erwachen kann, sollte er Körper als ein Kommunikationsmittel sehen, welches dem HEILIGEN GEIST unterstellt werden kann. Die Idee, den Körper als Mittel der Lust zu sehen, ist eine typische Egostrategie, weil sie uns geistlos macht. Wir verlagern dann unsere Aufmerksamkeit ganz auf die Körperlichkeit und vergessen, wer wir eigentlich sind: eine Idee GOTTES, GEIST aus GOTTES GEIST.

Kommunikation bedeutet, die Verbindung zum GEIST GOTTES zu wählen, auf dass wir mit SEINEM WILLEN wieder ganz eins sind. Kommunikation ist aber immer geistiger Natur, weil nur der Geist wirklich ist. In IHM allein ist FRIEDEN. Innerhalb der Traumwelt der Körper geht es also immer um unsere geistige Absicht: wollen wir Körper sein (uns dafür halten) oder wollen wir uns erinnern, wer wir in Wahrheit sind: reiner Geist. Die Traum-Körper können dem einen oder anderen Zweck unterstellt werden. Die Macht der Entscheidung ist an diesem Punkt immer unser!

 

5. Ich habe Angst, wenn ich im Sinn von EKIW denke, dass ich mich irgendwie verliere und somit keinen Halt in meinem Leben mehr habe. Ich weiß nicht mehr, was jetzt Wahrheit ist, weil ich nichts mehr zu greifen habe (es ist ja alles Illusion ohne Inhalt)! Und gleichzeitig ist in mir, dass der Heilige Geist (GOTT), für mich noch nicht erfassbar ist, weil diese Wahrheit noch zu gross ist für mich, um sie zu erfassen. Die Denkweise, dass alles nur Illusion ist und gleichzeitig dadurch keinen annehmbaren Zwischenschritt zu Gott zu haben, macht mich fast ohnmächtig. Ich möchte Dich um deine Wahrnehmung bitten, welchen Zwischenschritt ich nehmen kann?

Antwort:
Du beschreibst die nicht immer leicht zu ertragende Zwischenphase auf dem Weg zur Sicherheit und Gewissheit der LIEBE. Das Alte ist infrage gestellt, und das NEUE ist noch nicht wirklich erfahrbar.

Hier mag ein Bild helfen: Du wendest Dich in Deinem Geist an unseren grossen Bruder Jesus, der definitiv den Weg kennt und der uns versprochen hat, uns auf dem Weg beizustehen. Besonders wenn Angst aufkommt, genau dann will ER uns helfen. Die Angst hängt eng mit der Schuld, dem Kernkonflikt der Sünde und Abtrennung von GOTT in unserem Geist, zusammen.

EKIW lehrt uns, die vermeintlichen Sicherheiten der Illusionswelt infrage zu stellen, was aber eben auch mit Angst einhergeht. Hier ist SEINE Hand für uns sehr hilfreich, da wir über dieses Bild unseres grossen BRUDERS leichter die HILFE und HEILUNG für uns zugänglich machen beziehungsweise akzeptieren können. Für einen anderen Menschen ist vielleicht Maria oder der Engel ein Symbol dieser HILFE. Wie immer ist die vermittelnde Form nicht entscheidend, sondern der Inhalt, der im Kern HEILUNG und FRIEDEN bedeutet.

Suche also in Deinem Geiste die Verbindung mit Jesus, und ER wird sich Dir nähern und schauen, dass möglichst keine Angst bei Dir aufkommt. Spüre Deine Sehnsucht nach dieser helfenden Hand und verweile im Geist immer öfter bei IHM.

Ein weiterer Punkt ist: Auf dem Weg des Erwachens bekommt die Welt, die Illusion, einen anderen Zweck. Nun ist sie nicht mehr der Ego-Ersatz für die Liebe Gottes, sondern ein Klassenzimmer, um den Irrtum im eigenen Geist durch Vergebung aufheben zu können. Wir hatten ja die Welt gemacht, um unsere Unabhängigkeit von Gott erfahren zu wollen und um Schuld projizieren zu können. Nun aber dient sie dem Erwachen, indem wir sie nicht mehr ganz so ernst nehmen und mehr auf den geistigen Inhalt schauen, der uns hier in den Illusionslektionen vermittelt werden soll.

Wir lernen, dass Körper keine Bedeutung haben, dass sie nur neutrale Projektionsflächen für die Schuld im Geiste sind. So verlagern wir Stück für Stück unsere Aufmerksamkeit wieder auf den Geist, um dort den Irrtum vom Hl. Geist korrigieren zu lassen. Eine Weile mögen wir noch das Klassenzimmer von Zeit und Raum benötigen, aber wir erfahren auch zunehmend Momente der Zeitlosigkeit, den Heiligen Augenblick, und geben uns der HEILUNG immer bewusster und entschiedener hin.

Die Gefühle der Sinnlosigkeit, die Du in Bezug auf die Welt und ihr Treiben erlebst, sind eigentlich Reaktionen und Angriffe des Egos auf Deine Entscheidung hin, erwachen zu wollen. Beobachte sie liebevoll, aber halte Dich nicht dafür, identifiziere Dich nicht mit ihnen. Es ist Egosoße, mehr nicht. Hier ist Stille angesagt, die immer wieder aufgesuchte Stille, in der wir auf alle neurotischen Ablenkungsmanöver verzichten und durch die Gefühle der Angst und Panik hindurch tauchen beziehungsweise sie von Jesu LIEBE wegleuchten lassen. Du darfst alles auf den Altar legen, und gemeinsam mit IHM anschauen, denn so geschieht Heilung: SEIN LICHT darf in Deinem Geiste leuchten!

Also: Bleibe dran, Du bist trotz aller oder gerade wegen dieser Turbulenzen auf dem richtigen Weg, und der Frieden in Dir wird letztlich zunehmen, wenn Du die Verbindung zu Jesus beharrlich suchst und erfährst.

 

6. Woran erkenne ich den Unterschied zwischen vertrauensvoll und naiv? Es hört sich schön an vertrauensvoll zu sein. Und sich lenken lassen vom Heiligen Geist. Die Grenze zum „naiv“ ist dabei aber teilweise verschwommen. Oder wie siehst Du das?

Antwort:
Naivität ist eine Egofalle. Wenn ich nicht mehr mit dem Ego und seinem Einfluss innerhalb der Illusionswelt rechne, dann ist das eine naive, ignorante Haltung. Das Ego rennt hier wie ein Schatten immer mit. Aber ich kann den HEILIGEN GEIST wählen und das Ego links liegen lassen. Dann habe ich es ganz außen noch im Blickwinkel, aber das Ziel ist die Führung durch den HL. GEIST. Wenn das Ego sich dann zwischendurch meldet, dann erkenne ich das sofort.

Vertrauen investiere ich in die Führung durch den HL. GEIST. Ich habe Vertrauen, dass ER immer bei mir (in mir) ist und ich SEINE Sichtweise wählen kann. Ich vertraue der LIEBE, dass SIE es gut mit mir meint und mich in jedem Moment aufnimmt.

7. Wie soll man damit umgehen, wenn zum Beispiel im Freundeskreis bei Freundinnen, wo ich das Gefühl hatte, dass sie sich mit Spiritualität bereits befasst haben und offen sind, frei vom Kurs spreche und ein paar Alltagsbeispiele bringe, mein Gegenüber äußert: „Jetzt schwebst du dann aber gleich über den Boden.“ oder ähnliche Kommentare. Ich merke dann, dass derjenige wohl doch nicht so offen ist, ich aber dann schon den Stempel als Besserwisser oder Möchtegernjesus habe und sich Anspielungen ähnlicher Art in irgendwelchen Situationen wiederholen – zum Beispiel: „Jesus hätte das aber nicht so gemacht!“

Ich weiß, dass es das Ego ist, das die Leute dazu treibt, so etwas zu sagen. Auch wenn ich versuche, den Heiligen Geist in ihnen zu sehen, macht es die Situation nicht besser. Vergebung hilft für den Moment, bis wieder ein ähnlicher Kommentar kommt.

Für mich sind die Inhalte des Kurses sehr lehrreich und ich möchte sie gerne weitergeben. Wenn ich das Gefühl habe, dass der Moment gekommen ist, dann gebe ich es weiter. Und finde es um so schöner, wenn daraus ein Dialog entsteht. Bei Patienten habe ich da immer sehr positive Erfahrungen gemacht, aber bei Freunden leider nicht. Vielleicht liegt es auch am Umstand des Altersunterschieds: Meine Freundin ist 12 Jahre älter als ich und könnte sich von mir belehrt fühlen. Bei Freundinnen ist mir das jetzt schon zweimal passiert und vielleicht kannst du mir da einen Rat geben.

Antwort:
Du möchtest die Inhalte des Kurses weitergeben, doch sollte dies geführt sein aus dem GEIST. Die Botschaft von EKIW ist geistiger Sprengstoff, das sollte uns immer wieder klar sein. Wer gut daheim ist im Egomodus, der empfindet die Inhalte als angsterregend und greift an. Es braucht ein grosses Maß an Offenheit sprich Bereitschaft, um das Befreiende und Heilsame in der Botschaft wahrnehmen zu können.

Im Freundeskreis ist das Schweigen meist die bessere Wahl. Die Inhalte wirken trotzdem, indem Du jeden Menschen liebevoll nimmst, ohne in ihm einen Mangel sehen zu wollen. Wichtig ist zunächst mal, dass Du im Frieden bist und die Entscheidungen des anderen Menschen achten kannst. Er mag sich unglücklich entschieden haben, aber es steht Dir nicht zu, Antworten zu geben, so lange Du nicht wirklich gefragt worden bist.

Überzeugen kann nur Dein friedvolles Sein, besonders dann, wenn der andere klagt oder angreift. Den Hilferuf zu erkennen (den Schrei nach Liebe) und nach oben zu Jesus zu geben, das ist Deine einzige Aufgabe. Was dann als Impuls im Sinne eines äußeren Handelns kommt, das wird sich zeigen und das kann viele Formen annehmen. Wichtig ist: So lange Du einen Mangel im anderen siehst, so lange brauchst Du Heilung. Die ganze Situation dient in erster Linie Deinem Erwachen, und damit auch dem Erwachen des anderen. Aber, wie wir wissen, ist da draußen niemand. Wir sind alle nur Spiegellungen des EINEN GOTTESSOHNES, der in Wahrheit immer noch nur EINER (im Geiste!) ist. Und ER hat das HÖCHSTE in sich – es fehlt nichts! Dies als Wahrheit zu erleben, dass der Angreifer in jedem Augenblick das in ihm vorhandene LICHT wählen könnte, das ist Dein geistiger Prozess, der dem anderen am meisten hilft.

Wir sollen lernen, mit Jesus zu schauen. Wie sieht ER den Menschen? ER sieht ihn als sich SELBER, als den EINEN GOTTESSOHN. Damit aktiviert Jesus in uns die Erinnerung an das HÖCHSTE und damit kann das Hindernis, unter dem wir alle leiden, die Schuld, weggeleuchtet (aufgehoben) werden. Das ist SEINE Hilfe, die wir in jedem Augenblick in Anspruch nehmen dürfen.

Als Freundinnen steht Ihr Euch natürlich näher, und damit können Ego-Impulse etwas schneller hervorschießen. Der suchende Patient hat meist doch eine gewisse Offenheit und will nicht mit Dir diskutieren. Wenn der Schmerz gross genug ist, nimmt die Bereitschaft, Neues aufzunehmen, in der Regel zu.

 

8. Wie komme ich an das Kursbuch in französischer Sprache?

Antwort:
Bei folgendem Verlag kann das Buch bestellt werden:

www.souffledor.fr/boutique/produits-categorie_cours-en-miracles_57_1.html 

 

9.  Die Version von Ein Kurs in Wundern, von Kenneth Wapnick 1976 herausgegeben, soll nicht die richtige sein. Es soll eine Urversion geben, die direkt auf den Aufzeichnungen von Helen Schucman beruht und die nicht editiert worden ist, der sogenannte Urtext. Was ist von diesem Streit zu halten?

Antwort:
Solche Diskussionen sind müßig. Ich habe vom „Urtext“ gehört, halte aber die öffentliche Version für völlig ausreichend. Wenn wir da manchen Satz wirklich beherzigten, wären wir dem Erwachen sehr, sehr nah. Der Kurs will zu einer inneren Erfahrung jenseits aller Worte führen. Ich bin dankbar für den vorhandenen Text und alle Interpretationen von Kenneth Wapnick. Er hat, neben den Hauptakteuren Helen Schucman und Bill Thetford, Großes geleistet. Da will ich nicht herummeckern und andere Versionen des Buches einfordern. Denn am Ende ist das Buch selber völlig unwichtig. Es geht einzig um den inneren Weg im Geist. Das Buch ist eine Krücke, eine Lernhilfe, bis wir sie nicht mehr brauchen.

 

10. Gibt es besonders wichtige Stellen im Kurs oder Hinweise auf solche Stellen?

Antwort: Ja, die gibt es immer wieder – sehr prägnante, beeindruckende Stellen, die ich für mich persönlich nach Stichworten katalogisiert habe, so dass ich sie leicht wieder finden kann. Ich füge hier meine sehr subjektive Liste der bedeutsamsten Stellen an und wünsche viel Inspiration beim Nachlesen.

Stichwortregister_nach_R.Lier

 

11. Wie kann ich mehr über die Entstehungsgeschichte des Kurses erfahren?

Antwort: Es gibt auf YouTube 5  Filmsequenzen, die den Prozess der Niederschrift im Zusammenhang mit dem Leben von Helen Schucman, William Thetford und Kennet Wapnick darstellen. Hier sind sie:

1/5
https://www.youtube.com/watch?v=CZN5e1w1M1Q

2/5
https://www.youtube.com/watch?v=AUqzQyl4ucQ

3/5
https://www.youtube.com/watch?v=TpJRoqmwCS8

4/5
https://www.youtube.com/watch?v=Ypo-wNrOkRk

5/5
https://www.youtube.com/watch?v=5yBzYCuWrWk

 

 

 

Hinweis: Die auf dieser Website vorgestellten Gedanken stellen die persönliche Meinung und Interpretation sowie das persönliche Verständnis von Reinhard Lier dar und nicht die der Rechte-Inhaber von Ein Kurs in Wundern®, welcher ein eingetragenes Warenzeichen vom Greuthof-Verlag ist.